„Sport verbindet“

Bereits zum 13. Mal stand im Januar 2020 ein ganz besonderes Tischtennisspiel auf dem Programm: Das Vergleichsmatch zwischen dem TTC Straubing und den Insassen der JVA Straubing. Jährlich gehört dieser sportliche Wettbewerb zum Pflichtprogramm, nachdem vor mehr als einem Jahrzehnt dieser Vergleich vom evangelischen Anstaltsgeistlichen Willi Lippe gemeinsam mit Andreas Nels und dem Leiter der JVA-Sportabteilung, Jimmy Körner, ins Leben gerufen wurde.

JVA-Freundschaftsspiel 2020: die Spieler des TTC Straubing
Foto: Die Spieler des TTC Straubing mit Vorstand Florian Stögmüller (2.v.r.) und Organisator Willi Lippe (l).

Als Pflichtprogramm sieht TTC-Vorstand Florian Stögmüller das Match aber nicht: „Ich würde es nicht so bezeichnen, denn wir kommen gerne. Es ist für uns eher eine schöne Tradition.“ Auch der Leiter der JVA Straubing/Passau, Leitender Regierungsdirektor Hans Amannsberger, verfolgte das Spiel persönlich vor Ort - und dankte dem TTC „für ein nicht selbstverständliches Engagement. Sport verbindet, das sieht man auch hier.“ Bezug zur JVA hat der TTC nicht nur durch sein Vereinsmitglied Willi Lippe, den evangelischen Anstaltsgeistlichen, sondern auch durch zwei aktive Spieler, die von Beruf Justizbeamte sind - und die natürlich auch mitspielten.

Gespielt wurde jeweils mit zwei Mannschaften auf jeder Seite, die je vier Spieler bildeten. Dabei wurden alle Punkte ausgespielt (zwei Doppel und 16 Einzel). Das gut aufgestellte TTC I-Team setzte sich mit 18:0 gegen die JVA-Mannschaft durch. Deutlich enger, auch was das Satzverhältnis betrifft, war es beim Vergleich der 2. Mannschaften. Am Ende setzte sich aber auch hier der TTC II mit 14:4 durch. Betreut wurden die JVA-Spieler vom Sportbeamten Andreas Nels und dem Leiter der JVA-Sportabteilung, Jimmy Körner. Perfekt vorbereitet wurde die Halle von den JVA-Hausarbeitern. „Man hat schon gesehen, dass sich die JVA-Spieler intensiv vorbereitet haben und auch versucht haben, taktisch in der zweiten Mannschaft aufzustellen. Aber durch die Trainingsbedingungen sind wir natürlich im Vorteil“, so Florian Stögmüller. Im Vordergrund standen an diesem Tag aber nicht die bloßen sportlichen Ergebnisse und Leistungen, sondern der Gedanke, etwas für Menschen am Rande der Gesellschaft zu tun. "Auch wenn wir das jetzt schon über ein Jahrzehnt lang machen, ist es auch immer wieder eine sehr interessante Erfahrung für uns, die uns das Gut der Freiheit besser wertschätzen lässt", so der TTC-Vorstand. Dankbar zeigte sich auch die JVA-Tischtennisgruppe, dass etwas Abwechslung in den Alltag gebracht wurde. Gerne nahmen die Insassen auch die Gelegenheit wahr, sich von den Vereinsspielern den ein oder anderen Trick für das eigene Spiel abzuschauen. Die hochwertigen Wettkampfbälle als Mitbringsel sorgten zudem für erfreute Gesichter, herrscht daran doch ein steter Mangel.

Im Terminkalender des kommenden Jahres wird das Duell aber fehlen, da die Sporthalle in der JVA saniert und umgebaut wird. „Aber in zwei Jahren kommen wir ganz sicher wieder“, versprach Florian Stögmüller abschließend.

Über 300 Teilnehmer beim 59. Carl-Theo-Salberg-Gedächtnisturnier - Spieler mit der weitesten Anreise kommt aus Taiwan

Gutklassiger Tischtennissport bei perfekter Organisation durch den ausrichtenden TTC Straubing: Dafür steht das traditionelle Carl-Theo-Salberg-Gedächtnisturnier seit nunmehr 59 Jahren. Der Teilnehmer mit der weitesten Anreise kam in diesem Jahr sogar aus Taiwan: Der zehnjährige Lin Shang Jui vom Big City Table Tennis Club ist mit seinen Eltern auf Urlaub in Deutschland, wurde durch das Internet auf das Turnier aufmerksam und holte sich in der Kategorie Jungen U11 sogar den Turniersieg und in der Jungen U13-Konkurrenz Platz zwei.

Salbergturnier 2019: Turniersieger der Herren A-Einzelkonkurrenz Niclas Reindl
Niclas Reindl (TB Deutsche Eiche/ASV Regenstauf), Sieger der Herren A-Einzelkonkurrenz - Foto: Thomas Höferer

Zum zweiten Mal fand das Turnier am Wochenende vor Weihnachten statt am Dreikönigs-Wochenende statt. Eine Änderung, die sich bewährt hat. „Wir hatten erneut über 300 Teilnehmer. Der Termin wird also sehr gut angenommen. Diese Teilnehmerzahl ist für uns als Ausrichter die schönste Bestätigung“, sagt TTC-Vorstand Florian Stögmüller.

Seit 1959 findet das Turnier zu Ehren des ehemaligen Besitzers der Karmelitenbrauerei Sturm, Carl Theo Salberg, statt, der nach dem Krieg als Tischtennispionier diesem Sport nicht nur beim TTC, sondern in ganz Niederbayern zu enormer Popularität verhalf und der 1957 bei einem Verkehrsunfall tragisch ums Leben kam.

An zwei Tagen spielten Jugendliche, Damen, Herren und Senioren sowohl im Einzel wie auch im Doppel in den unterschiedlichsten Leistungsklassen in der Dreifach-Turnhalle in Straubing um den Turniersieg. Je nach Teilnehmerzahl der einzelnen Klassen wurde im Gruppensystem mit anschließender KO-Runde oder im Modus Jeder-gegen-Jeden gespielt. Zur Begrüßung am ersten Turniertag war auch Oberbürgermeister Markus Pannermayr anwesend, der in seinem Grußwort die Wertschätzung für den TTC ausdrückte. „Es ist ein rühriger Club, der in Straubing immer wieder hochklassige Tischtennisereignisse ausrichtet“, so Markus Pannermayr. Die jahrzehntelange Verbundenheit zur Karmelitenbrauerei zeigte sich am zweiten Turniertag auch durch die Anwesenheit von Gebietsverkaufsleiter Josef Schadenfroh.

Die Wettbewerbe am ersten Turniertag eröffneten die jüngsten Tischtennis-Cracks in den Nachwuchswertungen. „Es ist sehr erfreulich, dass hier der Aufwärtstrend anhält und in diesem Jahr auch sehr viele Mädchen - entgegen dem allgemeinen Tischtennis-Trend - mit dabei waren“, resümierte Vorstand Stögmüller. Dass einige große Talente zu sehen waren, zeigte sich auch bei den Erwachsenen-Konkurrenzen. Die Siegerin der Damen A, Anna Ledwoch, ist erst 12 Jahre alt und spielt bereits Turniere auf Bundesebene.

Salbergturnier 2019: Siegerehrung Damen A
Siegerehrung Damen A (vlnr.): Sabine Sternberg (VfR Laberweinting), Anna Ledwoch (TSV Erding 1862), Sonja Neudecker (SV Essenbach), Isabelle Spanner (DJK SB Landshut), Florian Stögmüller (Vorsitzender TTC Straubing) - Foto: Thomas Höferer

Bei den Herren A siegte der 16-jährige Niclas Reindl. Überhaupt war die Besetzung in der Spitze extrem stark. Alle vier Halbfinalisten bei den Herren weisen einen TTR-Wert von über 2.000 Punkten auf. Sieger Reindl spielt ebenso wie sein Finalgegner Michael Erber in der Oberliga. Reindl setzte sich im Halbfinale überraschend mit 3:2 gegen den Regionalliga-Spieler Petr Husnik durch. Und auch der zweite unterlegene Halbfinalist - Martin Jančovic - ist in der Oberliga Team-Kollege von Michael Erber, der das interne Duell mit 3:1 für sich entscheiden konnte.

Salbergturnier 2019: Siegerehrung Herren A
Siegerehrung Herren A (vlnr.): Florian Stögmüller (Vorsitzender TTC Straubing), Michael Erber (SV Haiming), Sieger Niclas Reindl (TB Deutsche Eiche/ASV Regenstauf), Petr Husnik (TSV Windsbach), Martin Jančovic (SV Haiming) - Foto: Thomas Höferer

Die meisten Teilnehmer stellte der TTC Lam, auch die Tribünen waren an den zwei Turniertagen sehr gut gefüllt. Auch dank zahlreicher Zuschauer von den benachbarten Vereinen. Viel Lob gab es für den Ausrichter durch die Bank von den Teilnehmern. Gerade die Details in der Organisation, wie eine eigene Turnier-App, sind es, die das Turnier ausmachen und von anderen abheben. „Der Service kommt wirklich gut an“, berichtet auch Florian Stögmüller von einem durchweg positiven Feedback, das er an die Helfer und Unterstützer weitergab. “Mit viel Liebe zum Detail und viel persönlichem Engagement haben sie diesem Traditionsturnier seinen ganz speziellen Charakter verliehen. Neben den vielen Helfern und Unterstützern möchte ich mich auch bei Stadt und Sponsoren für die Unterstützung bedanken.“ Dass man nun sogar Werbung bis nach Asien machen konnte, freut natürlich den TTC-Vorstand, der aber mit seinem Team bereits in den nächsten Planungen steckt. Denn am 20./21. Juni 2020 steht ein weiteres Highlight in Straubing, ausgerichtet vom TTC, auf dem Programm: Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend, die gleichzeitig auch den Auftakt für das 75-jährige Vereinsjubiläum 2021 bilden.

Bei einem Festakt im Rittersaal des Straubinger Herzogschlosses wurde am vergangenen Samstag Thomas Fleck und Florian Stögmüller "in Anerkennung hervorragender Leistungen im Dienste des Sports" die Ehrenplakette der Stadt Straubing für ihre langjährige Vorstandsarbeit beim TTC Straubing verliehen.

Sportlerehrung 2019: Verleihung der Ehrenplakette
Verleihung der Ehrenplakette - Foto: Stadt Straubing

Die Politprominenz Straubings hatte sich versammelt, um zahlreichen Sportlerinnen und Sportlern ihre Anerkennung für ihre sportlichen Leistungen und ihr ehrenamtliches Engagement auszudrücken. Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Bürgermeisterin Maria Stelzl sowie Moderator Marco Pammer betonten unisono den Stellenwert des Spitzen- und Breitensports der annähernd 100 Sportvereine in der Stadt.

Auch Evelyn Merkle-Wudi und Thomas Erifiu schaffen die direkte Qualifikation zum Verbandsranglistenturnier - Lob von Verbandsseite und Spielern für die Turnierdurchführung

Der TTC Straubing hatte am heutigen Sonntag bei schönstem Spätsommer-Wetter die Top-Spieler der Tischtennis-Bezirke Niederbayern-Ost, Oberpfalz-Süd, Oberbayern-Nord und Oberbayern-Ost zu Gast, welche beim Verbandsbereichsranglistenturnier um die Qualifikation zum Verbandsranglistenturnier und um insgesamt 450 € Preisgeld spielten. Für die Zuschauer gab es im vor allem bei den Herren gut besetzten Teilnehmerfeld viele tolle Ballwechsel zu bestaunen. Im sogenannten "Schweizer System", bei dem nach jeder gespielten Runde ein Zwischenstand bestimmt und demnach die Spielpaarungen ermittelt werden, konnte sich bei den Damen nach fünf gespielten Runden Nicole Erifiu vom SV DJK Kolbermoor vor Evelyn Merkle-Wudi (TSV Berching) und Darleen Hamann (TSV Vilsbiburg) behaupten.

Siegerehrung Damen
Siegerehrung Damen (vlnr.): Sabine Sternberg (VfR Laberweinting), Stefanie Stahn (TV Feldkirchen), Evelyn Merkle-Wudi (TSV Berching), Nicole Erifiu (SV DJK Kolbermoor), Darleen Hamann (TSV Vilsbiburg), Florian Stögmüller (Vorsitzender TTC Straubing), Oliver Moser (Turnierleitung BTTV) - Foto: Thomas Höferer

Der favorisierte Michael Erber vom SV Haiming gab sich keine Blöße und gewann das Turnier bei den Herren ohne Spielverlust in den sieben durchgeführten Runden. Mit einer Niederlage folgt Thomas Erifiu, ebenfalls vom SV Haiming, danach weisen vier Spieler die gleiche Bilanz von 5:2 Siegen auf - nach Auswertung der "Buchholz-Zahl" steht David Carstens von der DJK SB Landshut als Drittplatzierter fest, es folgen auf den Plätzen Christian Joch (DJK SB Regensburg), Markus Betz (DJK SB Landshut) und Ulrich Hosse (FC Miltach).

Siegerehrung Herren
Siegerehrung Herren (vlnr.): Ulrich Hosse (FC Miltach), Markus Betz (DJK SB Landshut), Christian Joch (DJK SB Regensburg), Thomas Erifiu (SV Haiming), Michael Erber (SV Haiming), David Carstens (DJK SB Landshut), Florian Stögmüller (Vorsitzender TTC Straubing), Oliver Moser (Turnierleitung BTTV) - Foto: Thomas Höferer

Die jeweiligen Erst- und Zweitplatzierten dürfen sich neben der Qualifikation zum Verbandsranglistenturnier auch über das vom BTTV ausgelobte Preisgeld freuen. Für den ausrichtenden TTC Straubing gab es nach dem Turnier sowohl von Spieler- wie auch von Verbandsseite viel Lob für die reibungslose Turnierdurchführung, welches der Vereinsvorsitzende Florian Stögmüller umgehend an die zahlreichen Helfer aus seinem Verein sowie an Oliver Moser, der sich zusammen mit Willi Lippe für die Turnierleitung verantwortlich zeichnete, weitergab.

Auch in den nächsten drei Jahren findet das Verbandsranglistenturnier Südost beim TTC Straubing statt - der Verein hofft dann auf ein ähnlich stark besetztes Feld bei den Herren und auf mehr Teilnehmerinnen bei den Damen.

BTTV schüttet insgesamt 450 € Preisgeld aus

Am kommenden Sonntag, den 15. September, richtet der turniererfahrene TTC Straubing das Verbandsbereichsranglistenturnier (VBRLT) der Damen und Herren für die Tischtennis-Bezirke Niederbayern-Ost, Oberpfalz-Süd, Oberbayern-Nord und Oberbayern-Ost aus. Maximal 32 Herren ab 1501 QTTR-Punkten und 16 Damen ab 1251 QTTR-Punkten spielen neben der Qualifikation für das Verbandsranglistenturnier auch ein Gesamtpreisgeld von 450 Euro aus (die Sieger erhalten 150 €, die Zweitplatzierten 75 €).

Dreifachturnhalle Johannes-Turmai-Gymnasium

Als Spielort dient die Dreifachturnhalle des Johannes-Turmair Gymnasiums am Peterswöhrd. Gespielt wird auf 12 Tischen der Marke Donic Compact 25 im "Schweizer System" (Herren sieben Runden, Damen sechs Runden). Die beiden Erstplatzierten qualifizieren sich direkt für das Verbandsranglistenturnier des BTTV am 05. und 06. Oktober in Putzbrunn, die Plätze drei bis sechs kommen in einen QTTR-Pool.

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung fanden turnusgemäß Neuwahlen der Vorstandschaft statt. Vorsitzender Florian Stögmüller wurde ohne Gegenstimme in seinem Amt bestätigt und geht in seine achte Amtszeit. Auch auf der Stelle seines Stellvertreters gibt es keine Änderung - Thomas Fleck bekleidet dieses Amt weiterhin. Die Geschäftsführung allerdings setzt sich neu zusammen: Martin Wanninger, bisher stellvertretender Geschäftsführer, löst Ursula Stögmüller als Geschäftsführer ab. Ursula scheidet nach zwölf Jahren ehrenamtlicher Vorstandsarbeit auf eigenen Wunsch aus der Vorstandschaft aus.

Vorstandsverabschiedung Ursula

Neu in der Vorstandschaft ist Lothar Klein in der Funktion des stellvertretenden Geschäftsführers. Keine Veränderungen gibt es bei den Schatzmeistern - Lukas Przybilla und Markus Baumann zeichnen sich hier verantwortlich.

Vorstandschaft 2019

Vervollständigt wird die Vorstandschaft durch Jugendsportleiter Patrick Seifert, Pressewart Tobias Welck und Sportwart Michael Drysch.

Gerd Kölbl und Lukas Przybilla entscheiden Doppel-Konkurrenz für sich

Seit vergangenem Samstag steht fest: Peter Kricke beerbt Martin Wanninger als Vereinsmeister - das Gefühl ist für Peter indes nicht neu, denn er holte den Titel heuer bereits zum siebten Mal. Doch der Reihe nach: in den vier Vorrundengruppen gab es keine Überraschungen, die Spieler der ersten (komplett angetreten) und zweiten Mannschaft setzten sich durch und zogen in die Finalrunde ein. In den Viertelfinalpartien blieben Simon Gold gegen Markus Baumann und Gerd Kölbl gegen Lukas Przybilla ohne Satzverlust. Martin Wanninger musste gegen Artem Rößler über fünf Sätze gehen, bis er den Halbfinaleinzug schaffte, und Rainer Wallach luchste Peter Kricke zwar einen Satz ab - zu mehr reichte es dann aber nicht. Im Halbfinale war die Erste somit unter sich.
Simon (die punktemäßig neue Nummer eins des TTC) musste hier mit 1:3 gegen einen stark aufspielenden Gerd Kölbl die Segel streichen. Für Vorjahres-Titelträger Martin Wanninger bedeutete die 1:3-Niederlage gegen Peter Kricke das Aus.
Im kleinen Finale setzte sich Simon Gold gegen Martin Wanninger mit 3:0 durch und sicherte sich somit seinen Platz auf dem "Stockerl". Das Finale bestritten peter Kricke und Gerd Kölbl: Peter zeigte sich glänzend aufgelegt, ließ den wie gewohnt aus der Abwehr heraus reagierenden Gerd laufen und pletzierte ihn ein ums andere Mal aus. Nach vier Sätzen stand Peter somit als Sieger fest.

Keine größeren Überraschungen auch in der Doppelkonkurrenz: das eingespielte Doppel aus Gerd Kölbl und Lukas Przybilla setzte sich durch, ohne auch nur einen Satz zu verlieren. Die Silbermedaille ging an Martin Wanninger und Nachwuchsspieler Timo Kampf.

Die Sieger wurden anschließend im Stammlokal des TTC, der Pizzeria Machiavelli, gebührend gefeiert.

Der alte und neue Vereinsmeister der Jugend heißt Luca Haake: er setzte sich in einem Teilnehmerfeld von 17 Jugendlichen ohne Niederlage durch und sicherte sich den Titel. Im Finale musste er sich - trotz des am Ende klaren Ergebnisses von 3:0 - aber ganz schön strecken, um gegen Elias Moritz, der erst seit gut einem halben Jahr Tischtennis spielt, zu gewinnen. Das Spiel um Platz drei entschied Jannik Amrhein gegen Tobias Tröger mit 3:0 Sätzen für sich.

Auch in den Doppeln war für Spannung gesorgt: im Finale trafen Timo Kampf und Artur Weide auf Elias Moritz und Jannik Amrhein - mit dem besseren Ende für Elias und Jannik, die im fünften Satz die Oberhand behielten.

Abwechslung im Alltag

Seit 13 Jahren gehört dieser Termin im Januar zum Pflichtprogramm für die Tischtennisspieler des TTC Straubing: Seither findet alljährlich kurz vor dem Rückrundenstart ein Vergleichsmatch mit den Insassen der JVA Straubing statt.

Vor mehr als einem Jahrzehnt wurde dieser sportliche Vergleich vom evangelischen Anstaltsgeistlichen Willi Lippe gemeinsam mit Andreas Nels und dem Leiter der JVA-Sportabteilung, Jimmy Körner, ins Leben gerufen. Seither steht der Termin fest im Terminkalender. So auch in diesem Jahr. Erneut wurden je zwei Teams gebildet, dieses Jahr mit je vier Spielern. Team I des TTC war dabei hochkarätig besetzt mit drei Spielern aus der Bezirksoberliga-Mannschaft. Dementsprechend deutlich war auch das Ergebnis mit 0:18 und nur zwei gewonnenen Sätzen aus Sicht der JVA-Insassen. Das Team TTC II bestand aus vier Bezirksklasse-B-Spielern. Hier konnte die JVA-Mannschaft recht gut mithalten und gestaltete das Ergebnis mit 5:13 deutlich freundlicher.

Freundschaftsspiel JVA 2019
Foto: Die Spieler des TTC Straubing gemeinsam mit dem Sportbeamten Jimmy Körner, TTC-Vorstand Florian Stögmüller und Organisator Willi Lippe.

Im Vordergrund standen an diesem Tag aber nicht die bloßen sportlichen Ergebnisse und Leistungen, sondern der Gedanke, etwas für Menschen am Rande der Gesellschaft zu tun. "Auch wenn wir das jetzt schon über ein Jahrzehnt lang machen, ist es auch immer wieder eine sehr interessante Erfahrung für uns, die uns das Gut der Freiheit besser wertschätzen lässt", so TTC-Vorstand Florian Stögmüller. Dankbar zeigte sich auch die JVA-Tischtennisgruppe, dass etwas Abwechslung in den Alltag gebracht wurde. Gerne nahmen die Insassen auch die Gelegenheit wahr, sich von den Vereinsspielern den ein oder anderen Trick für das eigene Spiel abzuschauen. Die hochwertigen Wettkampfbälle und Tischtennis-Beläge als Mitbringsel sorgten zudem für erfreute Gesichter, herrscht daran doch ein steter Mangel. "Natürlich ist es schon alleine durch die Trainingsbedingungen ein ungleicher Wettbewerb", so Stögmüller. "Aber das ist zweitrangig und das Talent ist durchaus auf der Gegenseite erkennbar." Und eines ist auch schon heute klar: Die Fortsetzung der Freundschaftsspiel-Serie für 2020 ist fest eingeplant.

Sonja Neudecker gewinnt Damen-Konkurrenz / Neuer Termin des Carl-Theo-Salberg-Turniers vor Weihnachten sorgt für zufriedene Gesichter

Gutklassiger Tischtennissport bei perfekter Organisation durch den ausrichtenden TTC Straubing: Dafür steht das traditionelle Carl-Theo-Salberg-Gedächtnisturnier seit nunmehr 58 Jahren. Das änderte sich auch zum neuen Termin am Wochenende vor Weihnachten statt am Wochenende vor oder zu Heilig Drei König nicht. Ganz im Gegenteil. „Wir sind sehr zufrieden mit den Teilnehmerzahlen. Der neue Termin vor Weihnachten wurde sehr gut angenommen“, so TTC-Vorstand Florian Stögmüller.

Christoph Mader, Sieger der Herren-A-Klasse

Seit 1959 findet das Turnier zu Ehren des ehemaligen Besitzers der Karmelitenbrauerei Sturm, Carl Theo Salberg, statt, der nach dem Krieg als Tischtennispionier diesem Sport nicht nur beim TTC, sondern in ganz Niederbayern zu enormer Popularität verhalf und der 1957 bei einem Verkehrsunfall tragisch ums Leben kam.

An zwei Tagen spielten nun Jugendliche, Damen, Herren und Senioren sowohl im Einzel wie auch im Doppel in den unterschiedlichsten Leistungsklassen in der Dreifach-Turnhalle in Straubing um den Turniersieg. Je nach Teilnehmerzahl der einzelnen Klassen wurde im Gruppensystem mit anschließender KO-Runde oder im Modus Jeder-gegen-Jeden gespielt. Zur Begrüßung war auch Oberbürgermeister Markus Pannermayr anwesend. „Dies zeigt die Wertschätzung, dass es sich der Oberbürgermeister trotz seines engen Terminplans nicht nehmen lässt, jede Jahr persönlich das Turnier zu eröffnen“, freute sich Stögmüller.

Die Wettbewerbe am ersten Turniertag eröffneten die jüngsten Tischtennis-Cracks der Schülerklassen A, B und C. Hier zeigten die Nachwuchsspielerinnen und -spieler, dass die umfassenden Fortbildungsmaßnahmen in Form von Stützpunkten fruchten: sie boten technisch wie taktisch starke Leistungen. Zu den Höhepunkten des ersten Turniertages zählten die Wettbewerbe der Senioren. Dass Leistungssport auch im Alter ab 40 Jahren Freude bereitet und sie den Jüngeren spielerisch in nichts nachstehen, bewiesen die Herren der sogenannten „Alten Garde“.  Am zweiten Turniertag fanden die Damen- und Herren-Konkurrenzen statt. In der Königsdisziplin, Herren A, ging der Titel an Christoph Mader, langjähriger Oberliga-Spieler bei  Fortuna Passau, der 2018 zum MTV Ingolstadt gewechselt ist und dort eine positive Bilanz im vorderen Paarkreuz der Verbandsoberliga aufweisen kann. Im gesamten Turnierverlauf musste er nur einen Satz abgeben. Trotzdem wurde Mader im Finale von Helmut Neudecker (TSV Deggendorf, Verbandsliga) gefordert, konnte aber auch die knappen Sätze für sich entscheiden. Dabei waren teils sehr sehenswerte Ballwechsel zu verfolgen. „Das Teilnehmerfeld war insgesamt sehr gutklassig. Mein Glückwunsch an alle Sieger und Platzierten“, so Stögmüller, der auch die jeweiligen Siegerehrungen vornahm. Die ausführlichen Turnierergebnisse sind auch unter www.ttc-straubing.de online zu finden.

Bei der Siegerehrung konnte Vorstand Stögmüller auch viel Lob von den Teilnehmern für die perfekte Ausrichtung entgegennehmen. Dieses gab er aber an die Mitglieder und Helfer seines Clubs weiter: „Mit viel Liebe zum Detail und viel persönlichem Engagement haben sie diesem Traditionsturnier seinen ganz speziellen Charakter verliehen. Neben den vielen Helfern und Unterstützern möchte ich mich auch bei Stadt und Sponsoren für die Unterstützung bedanken.“

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