Die besten Nachwuchstischtennisspieler*innen Deutschlands gaben sich am vergangenen Wochenende ein Stelldichein in Straubing: der TTC Straubing war Ausrichter des Top 48 Bundesranglistenturniers Jugend 15. Insgesamt 96 Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspieler aus dem gesamten Bundesgebiet traten in der Straubinger Dreifachturnhalle am Peterswöhrd gegeneinander an. Am Ende kamen die beiden Sieger aus Nordrhein-Westfalen und aus Bayern.

Bei den Jungen setzte sich mit Friedrich Kühn von Burgsdorff vom Post SV Gütersloh der Favorit durch. Im Finale der beiden top-gesetzten Akteure bezwang der 13-Jährige seinen bundesland-internen Konkurrenten Chris Andersen mit 3:1.

Friedrich Kühn von Burgsdorff
Friedrich Kühn von Burgsdorff, sieger bei den Jungen, in Aktion (Foto: Paul Przybilla)

Bei den Mädchen siegte die erst elfjährige Koharu Itagaki vom TSV Bad Königshofen. Itagaki gewann in der Vergangenheit bereits bayerische Turniere wie das Top 10 der Mädchen 15 und das Top 16 der Damen. Den Sieg im deutschlandweiten Vergleich hatten ihr aber nur die wenigsten zugetraut. Die anwesenden Vertreter des DTTB und der jeweiligen Bundesländer waren jedenfalls beeindruckt vom Auftreten der Elfjährigen, die erst im Finale gegen Maja Kloke (Niedersachsen) ihre ersten Sätze abgab.

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Siegerin bei den Mädchen: Koharu Itagaki (Foto: Paul Przybilla)

Das Turnier war der erste deutschlandweite Nachwuchs-Vergleich nach Corona, entsprechend waren auch die Augen auf Ausrichter TTC Straubing gerichtet. Erfahrung mit größeren Events hatte der Straubinger Traditionsverein bereits aus der Vergangenheit, immerhin hat man bereits unter anderem das Damen-Länderspiel Deutschland gegen Österreich im Rahmen der European Nations League ausgerichtet. Und Vorstand Florian Stögmüller mit seinem Team meisterte auch diese Herausforderung wieder mit Bravour, wie die anwesenden Funktionäre um den Präsidenten des Bayerischen Tischtennis-Verbandes, Konrad Grillmeyer, bestätigten. Der Ausrichter sorgte für einen Livestream, damit die Tischtennis-Interessierten sowie die Familienmitgliedern der Spielerinnen und Spieler das Turnier auch aus der Ferne mitverfolgen konnten. „Wir haben schon bei den Deutschen Schülermeisterschaften 2016 einen Stream geboten und darauf viel positive Resonanz bekommen. Deshalb wollten wir dies gerade in den Pandemiezeiten wiederholen“, so Vorstand Florian Stögmüller. Insgesamt rund 50 Helferinnen und Helfer aus dem Verein waren am Wochenende im Einsatz. Schon lange zuvor war aber viel organisatorische Arbeit, beginnend bei der Organisation von Unterkünften über Verpflegung bis zu kleinen Details in der Halle zu klären. Die vielen positiven Rückmeldungen schon an den beiden Turniertagen wie auch in den Tagen danach freuen natürlich den TTC. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren als verlässlicher Partner von BTTV und DTTB erwiesen. Wir sind natürlich auch stolz über die entsprechende Resonanz, denn das zeigt, dass die Arbeit nicht umsonst war.“

Über die erfolgreiche Ausrichtung in Straubing, das seinem Ruf als Sportstadt damit auch in diesem Bereich gerecht wurde, freute sich auch Schirmherr Oberbürgermeister Markus Pannermayr, der wie auch Landrat Josef Laumer persönlich beim Turnier vorbeischaute.

Die Ergebnisse der Finalrunden in der Übersicht

Mädchen 15, Halbfinale
Maja Kloke – Amy Judge 3:1 (10,7,-7,4)
Koharu Itagaki – Laura Klimek 3:0 (5,9,6)
Finale
Koharu Itagaki – Maja Kloke 3:2 (-8,11,-7,10,4)
Spiel um Platz drei
Laura Klimek – Amy Judge 3:0 (11,11,6)

Jungen 15, Halbfinale
Chris Andersen – Mahmoud El Haj Ibrahim 3:0 (7,5,5)
Friedrich Kühn von Burgsdorff – Matej Haspel 3:2 (-6,-19,4,10,7)
Finale
Friedrich Kühn von Burgsdorff – Chris Andersen 3:1 (8,-9,6,3)
Spiel um Platz drei
Matej Haspel – Mahmoud El Haj Ibrahim 3:2 (-8,-6,2,8,8)

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